
Sicherstellen, dass alles sicher bleibt, wenn man einen Infrarotheizer in einem feuchten Badezimmer einsetzt
Das Einsetzen eines Infrarotheizers in ein Badezimmer ist nicht so einfach, wie einfach nur eine wasserdichte Abdeckung über den Heizer zu legen. Wenn das Zimmer mit Dampf gefüllt ist und Wasser überall herumspritzt, steigt das Risiko von Stromlecks erheblich. Deshalb verwenden wir eine Schutzklasse IP55. Das ist der ideale Mittelweg zwischen einfachen Outdoor-Produkten und der hohen Sicherheit, die in einem feuchten Raum erforderlich ist.
So funktioniert die Isolierung tatsächlich:
Die Schutzklasse IP55 bedeutet im Grunde, dass der Gehäuseaufbau Staub ausschließt und Wasserstrahlen aus allen Richtungen standhält. Denken Sie an ein Badezimmer: Feuchtigkeit sammelt sich überall an. Um dem entgegenzuwirken, verschließen wir die internen Kabel und Lampenfassungen mit Silikondichtungen. Dadurch verhindern wir, dass Kondenswasser eindringen kann und eine Verbindung zwischen den elektrischen Kontakten und dem Gehäuse entsteht.
Falls man das übersieht, schafft die Feuchtigkeit einen Weg für den Stromfluss. Dadurch können Fehler auftreten oder der Überspannungsschutzschalter alle fünf Minuten auslösen.
Die wichtigsten Aspekte der Zuverlässigkeit:
Wir verwenden für diese Heizgeräte verstärkte Isolierungen. Die Lampen befinden sich in Quarzkapseln – dadurch bleibt der Heizelement vom äußeren Gehäuse getrennt.
Aber man darf auch die Erdung nicht vergessen. Ich stelle immer sicher, dass das Metallgehäuse direkt mit dem Erdungsnetz des Gebäudes verbunden ist. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme. Falls eine Dichtung versagt, fließt der Strom direkt in den Boden – anstatt durch die Person, die unter der Dusche steht.
Ein paar Dinge, auf die man bei der Installation achten muss:
Hochleistungs-Lampen werden extrem heiß. Mit der Zeit kann diese Hitze billige Dichtungen zerstören, sodass es zu Leckagen kommt. Um das zu verhindern, muss man hochtemperaturbeständige Fluorosilikon-Dichtungen verwenden.
Nur zur Info: IP55 bedeutet nicht, dass man das Gerät einfach ins Schwimmbad werfen oder damit mit einem Hochdruckreiniger besprühen kann. Es ist zwar wasserdicht – aber keine Unterwasserdrohne.
Seien Sie auch vorsichtig beim Aufstellen des Geräts. Wenn man die Befestigungselemente zu fest anzieht, kann das Gehäuse verformt werden und die Dichtungen beschädigt werden. Um sicherzugehen, verwende ich an allen externen Anschlüssen Wärmezugabe-Rohre. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit vom Kupfer fern – und man hat so mehr Ruhe.